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MEARES 1961: definiert Hypnose als eine atavistische Regression zu primitiven mentalen Modi, in denen Ideen unkritisch angenommen werden durch den primitiven Vorgang der Suggestion.
MARMER 1959: definiert Hypnose als eine psychophysiologische Tetrade veränderten Bewusstseins bestehend aus (1) erhöhter Suggestibilität, (2) eingeschränkter Aufmerksamkeit, (3) selektiver Wachheit und (4) eingeschränkten Antriebs.
ERICKSON 1958: Hypnose sei ein Stadium intensivierter Aufmerksamkeit und Aufnahmebereitschaft und erhöhter Reaktivität auf eine Idee oder eine ganze Reihe von Ideen.
ALEXANDER 1972: Hypnose könne definiert werden als ein Stadium das sich durch eine
Inwärtswendung des Geistes manifestiert, das eine Verstärkung kreativer Imagination zulässt, das induktive über deduktive Begründungen favorisiert, das die Notwendigkeit der Realitätsüberprüfung reduziert. Angemessene Suggestionen und Ideen können derart lebendig aufgenommen und erfahren werden, dass sogar Halluzinationen möglich werden.
CONN 1949: beschreibt Hypnose als eine dynamische Beziehung auf vielen Ebenen zwischen zwei Personen mit der Imagination als wesentlichen Faktor.
ORNE 1972: Die Präsenz von Hypnose kann identifiziert werden an der Art, wie ein Subjekt auf Suggestionen reagiert.
Es gibt noch sehr viel mehr Definitionen zur Hypnose. An den oft widersprüchlichen Aussagen ist unschwer zu erkennen, dass hier große Uneinigkeit herrscht.
Bis heute gibt es keine allgemein akzeptierte, eindeutige Definition der Hypnose, wobei man auch unterscheiden muss, ob das Wort „Hypnose“ verwendet wird für den Vorgang, das Prozedere oder für den Zustand! Allgemein, und so wollen auch wir das in diesem Kurs halten, wird "Hypnose" für das Prozedere und "Trance" für den hypnotisch veränderten Bewusstseinszustand verwendet.
Momentan hat sich die folgende Definition als am weitesten akzeptiert herauskristallisiert:
"Reagiert der Proband angemessen auf hypnotische Suggestionen, so ist er in hypnotischer Trance."
Oder:
"Hypnose liegt dann vor, wenn ein Proband oder Patient eines oder mehrere der klassischen hypnotischen oder Trancephänomene zeigt. (PETER 1993)
Alle Theorien über Hypnose haben eines gemeinsam: Sie erfassen jeweils nur eine Teilwahrheit des Phänomens. Bis heute ist die Hypnose sehr weitgehend erforscht, aber keineswegs vollständig verstanden.
Das Phänomen Hypnose ist bis heute zumindest teilweise ein Mysterium!
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